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PORTANEUM – Schul- und Klostermuseum

Stetig steigende Besucherzahlen im Gelände der Landesschule Pforta zeigen das immer stärker werdende öffentliche Interesse an der Geschichte des früheren Kloster Pforte und der heutigen Landesschule Pforta. Bisher fehlt eine museale Präsentation, die die besondere und einzigartige Geschichte des Ortes veranschaulicht. Bereits mit der Erarbeitung der kulturtouristischen Studie 2008 wurde im „Masterplan“ für das Klosterareal der Bedarf einer Dauerausstellung auf dem Schulgelände erkannt, die der enormen Bedeutung des Zisterzienserklosters als dem wichtigsten Akteur bei der bis heute landschaftsprägenden Gestaltung der Kulturlandschaft Rechnung trägt. Gleiches gilt für den geistesgeschichtlichen Kosmos, der sich mit den Lehrern und Schülern in der europäischen Bildungsgeschichte verknüpft.

Bereits im Zuge touristischer Erschließungsmaßnahmen (2010 bis 2013) wurden die ersten Initiativ-Ideen zur Umsetzung des Museumsprojektes durch die Stiftung Schulpforta entwickelt. Im Jahr 2014 erfolgten bauliche Voruntersuchungen im ehemaligen Speicher-Gebäude im Auftrag der Stiftung Schulpforta.

Im Konzept-Team GEBÄUDE arbeiteten unter Koordination des Prokurators Arndt Gerber und dem externen Projektberater Claus-Peter Neumann (DSK GmbH Weimar) folgenden Architekten und Fachingenieure ab 2014

Architektur: Frau Holz (Architekturbüro Holz, Naumburg)

Statik: Herr Dr. Behrens (Ingenieurbüro KCA-Consulting Kuhnert Naumburg)

Haustechnik: Herr Killer (Ingenieurbüro Killer, Naumburg)

Vermessung: Herr Mäder (Burgenlandvermessung, Weißenfels)

Parallel zur Arbeit des Konzept-Teams Gebäude erfolgten vertiefende wissenschaftliche Recherchen zur inhaltlichen Gestaltung eines Museums.

Mit einer Zuwendung des Landes Sachsen-Anhalt zur Förderung kultureller Projekte 2015 i. H. v. 21.000 Euro wurde am 24. Juni 2015 durch die Stiftung Schulpforta der Auftrag zur Erarbeitung eines Ausstellungsgrobkonzeptes für eine Dauerausstellung zur Geschichte des Zisterzienserklosters und der Landesschule Pforta ausgelöst. Das Konzept-Team AUSSTELLUNG bestand aus folgenden Wissenschaftlern:

Herr Dr. Kunde: Mittelalterhistorie (Klostergeschichte und Gesamtkoordination)

Herr Dr. Hörsch: Kunsthistorie (Klostergeschichte)

Herr Dr. Jarecki: Archäologie

Herr Dr. Flöter: Neuzeithistorie (Schulgeschichte 1543-1920)

Herr Dr. Heinecke: Neuzeithistorie (Schulgeschichte 1921-2014)

Mit fortschreitender Projektweiterentwicklung, wurde auch das Rinderstall-Gebäude als möglicher Standort für das Museum bewertet. Die Stiftung Schulpforta beauftragte das Konzept-Team GEBÄUDE mit entsprechenden baulichen Untersuchungen des Rinderstall-Gebäudes.

Nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse wurde in einem intensiven Abwägungsprozeß mit Vertretern der Ministerien und den Fachbehörden entschieden, dass das Rinderstall-Gebäude als Standort für das Museum umgenutzt werden soll. Daraufhin wurde die Ausstellungsgrobkonzeption ausgelegt und im Dezember 2015 zur weiteren Planung des Museum im Rinderstall-Gebäude an die Stiftung Schulpforta übergeben.

Im Jahr 2016 wurde die Weiterentwicklung des Projektes wegen der beabsichtigten Ansiedlung des Landesweingutes Kloster Pforta GmbH auf dem ehemaligen Wirtschaftshof des Kloster vorerst im Einvernehmen mit allen Projektbeteilgten ausgesetzt. Zunächst sollte vor Errichtung von Neubauten auf dem Klostergelände durch das Landesweingut geprüft werden, inwiefern die vorhandene Gebäudesubstanz für eine wirtschaftliche Nutzung als Weinbaubetrieb geeignet ist. In der Folge führten die Untersuchungen zum Ergebnis, dass das Rinderstall-Gebäude für die Projektentwicklung des Landesweingutes unzweckmäßig ist. Somit konnten Ende 2016 die Aktivitäten zur Umseztung der Museumsidee wieder aufgenommen werden.

Nach Zwischenberatungen mit Fachbehörden zur weiteren Verfahrensweisen erfolgte die Empfehlung, die vorliegende Austellungsgrobkonzeption durch eine Feinkonzeption hinsichtlich der Machbarkeit zu qualifizieren. Als Ziel der Machbarkeitsstudie soll insbesondere die Nachhaltigkeit der Dauerausstellung in seiner Funktion über den Zeitabschnitt von 15 Jahren und darüber hinaus nachgewiesen werden. Alle Planungen der Museumsgestaltung sollen dabei auf Optimierung der Betriebs- und Unterhaltungskosten ausgerichtet sein, so dass die Stiftung Schulpforta den Geschäftsbetrieb dauerhaft gewährleisten kann.

Mit dem Zuwendungsbescheid der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Bereich Regionalentwicklung und Wissenschaft vom 14. Juli 2017 hat die Stiftung Schulpforta auf Antrag eine Projektförderung i. H. v. 80.000 Euro aus dem Programm Sachsen-Anhalt REGIO – Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Regionalentwicklung in Sachsen-Anhalt erhalten.

In Folge des Wettbewerbes wurde am 7. September 2017 die Bietergemeinschaft:

Herr Prof. Steiner, Berlin: gestalterische Bearbeitung

Herr Dr. Kunde, Naumburg: wissenschaftliche Bearbeitung

durch die Stiftung Schulpforta mit der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie: Feinkonzeption „Dauerhafte Präsentation der Schul- und Klostergeschichte (PORTANEUM – Schul- und Klostermuseum)“ beauftragt.

Das Ergebnis der Feinkonzeption liegt seit dem 15. Juni 2018 vor. Es bildet die Grundlage für die konkrete Aufgabenstellung der Architekten- und Fachplanerleistungen zur weiteren Planung der Gebäudeumnutzung des ehemaligen Rinderstall-Gebäudes.

Momentan laufen Abstimmungen mit den zuständigen Ministerien und Fachbehörden zur weiteren Projektentwicklung, Fördermittelbeantragungen und Terminen in Folge. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich aktuell auf rund 5 Millionen Euro.

Die Stiftung Schulpforta wird das Projekt PORTANEUM – Schul- und Klostermuseum nur mit maßgebender finanzieller Unterstützung realisieren können.



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