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Graben, Sammeln, Publizieren 200 Jahre Gründung des Thüringisch-Sächsischen Altertumsvereins (ThSAV)

Für die Entfaltung einer nunmehr freiheitlich-demokratisch verfassten Geschichtskultur in den östlichen Bundesländern markiert der in diesem Jahr zu feiernde Mauerfall vor 30 Jahren eine Zäsur. Die ehrenamtliche Erforschung und Vermittlung der lokalen und regionalen Geschichte erfuhr in der Nachwendezeit durch Vereinsgründungen, Tagungen, Ausstellungen, Publikationen und Exkursionen einen erheblichen und anhaltenden Aufschwung. Für die Formierung dieser lebendigen Geschichtskultur nicht weniger bedeutsam ist ein weiteres, im öffentlichen Bewusstsein jedoch kaum präsentes Ereignis: Die Gründung des „Thüringisch-Sächsische[n] Verein[s] für Erforschung des vaterländischen Alterthums und Erhaltung seiner Denkmale“ (ThSAV) vor 200 Jahren. Der ThSAV war nicht nur einer der frühsten Geschichtsvereine Deutschlands. Er wirkte bahnbrechend für die provinzial-sächsische Geschichtsforschung und Denkmalpflege.

Tagung und Exkursion stehen in Kontinuität zur Veranstaltung im Vorjahr, die neben vereinsgeschichtlichen Aspekten vor allem der Überlieferungsgeschichte von Sammlung, Archiv und Bibliothek des Vereins gewidmet war. In diesem Jahr ist die Perspektive noch weiter gefasst: Vorgesehen sind Vorträge zu einzelnen Unternehmungen und Akteuren, die für den Verein tätig waren oder mit ihm in Verbindung standen. Gerahmt werden diese durch Beiträge zur Geistes- und Bildungsgeschichte des 19. Jahrhunderts und zur Entwicklung der Geschichtsvereine in Deutschland. Berücksichtigung finden wiederum die denkmalpflegerischen Aktivitäten und die Sammlung des Vereins.

 

Das Tagungsprogramm

 

Donnerstag, 14.11.2019

 

10 Uhr Eintreffen

10 Uhr 30 Begrüßung

Arndt Gerber, Prokurator der Stiftung Schulpfoprta

Prof. Dr. Konrad Breitenborn, Präsident des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e. V.

 

10 Uhr 40 Grußworte

Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt

Dr. Johannes Mötsch, 1. Vorsitzender des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine

 

11 Uhr Vortrag 01:

Stefan Lehmann (Halle (Saale)/Köln), Konkurrierende Altertümer in historischer Landschaft. Der Thüringisch-Sächsische Verein und die Anfänge der vaterländischen und klassischen Altertumswissenschaften.

 

11 Uhr 30 Vortrag 02:

Christian Drobe (Brünn), Imagination des Vaterlandes. Kleine Prosopographie und Geistesgeschichte des frühen ThSAV.

 

12 Uhr Vortrag 03:

Christian Kuhlmann (Halle (Saale)), Karl August Koberstein und das Projekt einer vaterländischen Literaturgeschichte.

 

12 Uhr 30 Mittagspause

 

14 Uhr Vortrag 04:

Jonas Flöter (Schulpforte), Brauchbarkeit oder Bildung. Geistes- und bildungsgeschichtliche Entwicklungen um 1800.

 

14 Uhr 30 Vortrag 05:

Frank Boblenz (Sömmerda), Zur Gründung des „Verein[s] für Erforschung des vaterländischen Altertums in Kunst und Geschichte“ (Unstrutvereins) am 20. Juli 1819 in Bilzingsleben als ein Vorläufer des Thüringisch-Sächsischen Vereins für Geschichte und Altertumskunde.

 

15 Uhr Vortrag 06:

Helge Jarecki (Halle (Saale)), Die Naumburger Jahre des ThSAV von 1821-1823.

 

15 Uhr 20 Kaffeepause

 

15 Uhr 50 Vortrag 07:

Sylke Kaufmann (Kamenz), Das „Dunkel der Altteutschen Geschichte“ – Die Verbindungen des Thüringisch-Sächsischen Vereins zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

 

16 Uhr 20 Vortrag 08:

Torsten Schunke (Halle (Saale)), „…ich habe täglich startgemeldet, um den Bornhök zu anatomiren…“ Sieben Jahrzehnte Anspruch und Realität –  der Thüringisch-Sächsische Altertumsverein und der frühbronzezeitliche Fürstengrabhügel „Bornhöck“.

 

16 Uhr 50 Abschlußdiskussion

 

ab 19 Uhr Geselliges Beisammensein

 

Freitag, 15.11.1019

 

9 Uhr Eintreffen

 

9 Uhr 30 Vortrag 09:

Karsten Horn (Erfurt), „Vom Provinzialmuseum Halle a/S“. Die Übernahme von Objekten durch das Städtische Museum Erfurt 1919 – ein Arbeitsbericht.

 

10 Uhr Vortrag 10 (neu zusätzlich im Tagesablauf)

Petra Mücke (Naumburg) Über den Zeichenlehrer und Mitbegründer des ThSAV, Oldendorp

 

10 Uhr 30 Kaffeepause

 

11 Uhr Vortrag 11:

Lutz Stöppler (Berlin), „Ein Blick in Preußens Blüte„. Karl Friedrich Schinkel und die Anfänge der Denkmalpflege.

 

11 Uhr 30 Vortrag 12:

Jens Schulze-Forster (Großenhain), Karl Benjamin Preusker – Netzwerker und Pionier der Altertumskunde.

 

12 Uhr Mittagspause

 

13 Uhr Vortrag 13:

Roland Gehrke (Stuttgart), Geschichtsvereine in Deutschland von den Anfängen bis 1945.

 

13 Uhr 30 Vortrag 14:

Ulrich Kalmbach (Salzwedel), Der Altmärkische Verein für vaterländische Geschichte zu Salzwedel und sein Mitbegründer Johann Friedrich Danneil (1783-1868).

 

14 Uhr Vortrag 15:

Mike Sachse (Weissenfels) Der Weißenfelser Natur- und Altertumsverein –  Wegweiser regionalgeschichtlicher Forschungen.

 

14 Uhr 30 Abschlußdiskussion

Programmänderungen vorbehalten

 

 

Exkursion

Samstag, 16. November 2019

Abfahrt 8.00 Uhr Halle (Saale), ZOB

Zustiegsmöglichkeit in Schulpforte, Besucherparkplatz, um 9.30 Uhr

Rückkehr ca. 18 Uhr Halle (Saale) ZOB

Ausstiegsmöglichkeit in Schulpforte, Besucherparkplatz, gegen 17.15 Uhr

Wir begeben uns auf die Spuren der Gründergeneration des Vereins und besuchen Orte in Sachsen-Anhalt und Thüringen, die für die frühe Geschichte des Vereines von Bedeutung sind. Im Ostturm von Burg Saaleck wurde am 03. Oktober 1819 unter Leitung des Naumburger Landrates Carl Peter Lepsius der sog. „Naumburger Verein“ gegründet. Das Kloster Memleben ist Gegenstand der ersten vom Verein herausgegebenen Monografie. In Bilzingsleben wurde am 20. Juli 1819 der sog. „Unstrutverein“ gegründet. Zugleich fand an der Steinrinne in Bilzingsleben eine der ersten Ausgrabungen des Vereines statt. Im Schieferhof in Gorsleben wurde die erste Vereinssammlung, die später nach Naumburg bzw. nach Halle (Saale) gelangte, untergebracht. An der Exkursionsroute liegen weitere Orte, die für die frühe Geschichte der Vereine von Bedeutung sind, z.B. das Kloster Roßleben, die Burgruine Rabinswalde und die Sachsenburg an der Porta Thuringica. Zudem führt die Strecke durch Wiehe, den Geburtsort des Historikers Leopold von Ranke.

Leitung der Exkursion: Dr. Frank Boblenz, Dr. Helge Jarecki

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 12. November 2019 an. Eine Bestätigung der Anmeldung erfolgt nicht.

E-Mail: info@lhbsa.de

 

Weitere Informationen

WT-Nummer für die Lehrerfortbildung WT 2019-400-89

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Die Teilnehmergebühr für die Exkursion beträgt für Mitglieder des LHB 20,00 € und für Nichtmitglieder 30,00 €. Schülerinnen und Schüler bezahlen 5,00 €.

Sollte die Exkursion ausgebucht sein, informieren wir Sie.

Am 14./15.11. Steht eine Pausenversorgung am Tagungsort zur Verfügung. Während der Exkursion besteht die Möglichkeit zu einem Mittagessen auf Selbstzahlerbasis.

Ihre Daten behandeln wir entsprechend der DSGVO vertraulich und verwenden sie ausschließlich für die Organisation dieser Veranstaltungen und gemäß der Satzung unseres Vereins. Während der Veranstaltungen wird fotografiert. Die Bilder werden ggf. für die Öffentlichkeitsarbeit des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e. V. und der Stiftung Schulpforta verwendet. Wenn Sie nicht auf den Aufnahmen erscheinen möchten, bitten wir Sie, dies vor Veranstaltungsbeginn schriftlich zu erklären.

 

Die Tagung wird von Landesheimatbund Sachsen-Anhalt und Stiftung Schulpforta veranstaltet und gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt, den Burgenlandkreis, die Stadt Naumburg und die Landeszentrale für politische Bildung.

 

Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V.

Magdeburger Str. 21

06112 Halle (Saale)



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