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Fachtagung – 200 Jahre Thüringisch-Sächsischer Altertumsverein

Nur wenige Jahre nach der Niederlage Napoleons von 1815 gründete sich 1819 in dem ehemals sächsischen, nunmehr preussischen Gebiet an der Saale einer der ersten Geschichtsvereine Deutschlands. Unter den 14 Gründunsgmitgliedern finden sich fünf Naumburger Bürger und drei Portenser.

Wichtige Triebfeder für die Vereinsgründung war die in der Gegenwart kaum minder intensiv diskutierte Frage nach der regionalen und der nationalen Identität.

Die Vereinstätigkeit war durch ein exquisites bürgerschaftliches Engagement in der Archäologie und der Baudenkmalpflege geprägt – lange vor der Etablierung entsprechender staatlicher Institutionen. In wenigen Jahrzehnten entstand eine bedeutende Sammlung und eine umfangreiche Bibliothek.

1823 verlegte der Verein, der Goethe, Schinkel, die Brüder Grimm und die Brüder Humboldt zu seinen Ehrenmitgliedern zählte, seinen Sitz von Naumburg nach Halle (Saale) und wurde der Universität angegliedert.

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. sind die Bestände des 1945 aufgelösten Vereins sukzessive an verschiedene Institutionen weitergegeben worden, so u.a. an das Kunstmuseum Moritzburg, das Landesmuseum für Vorgeschichte, die Universitätsbibliothek und das Universitätsarchiv (alle in Halle).

Den ehemaligen Vereinsbestand ideell zusammenzuführen sowie Aussagekraft, Wert und Wandel der archäologisch-baudenkmalpflegerisch-historischen Forschung für die regionale Identität sichtbar zu machen, ist das Ziel des diesjährigen Symposiums und einer für den Herbst 2019 geplanten Folgetagung.

Grabhügel, Burgen und Kirchen – 200 Jahre Thüringisch-Sächsischer Altertumsverein

1. Dezember 2018, Besucherzentrum Schulpforte

Tagungsprogramm

ab 10 Uhr Eintreffen

10.30 Uhr Eröffnung, Grußworte

11.00 Uhr F. Boblenz (Weimar)
Zur Vereinigung des in Bilzingsleben gegründeten „Vereins für Erforschung des vaterländischen Altertums in Kunst und Geschichte“ sowie des auf Burg Saaleck gegründeten „Vereins zur Erforschung vaterländischer Geschichte und Altertümer“ zum Thüringisch-Sächsischen Geschichtsverein im Oktober/November 1819.

11.30 Uhr H. Jarecki (Halle/Saale)/A. Jungnickel (Naumburg)
Zur Lebensgeschichte von Carl Peter Lepsius (1775-1853) – Literatur und Quellen.

12.00 Uhr M. Ruprecht (Halle/Saale)
Die schriftliche Überlieferung des ThSAV.

12.30 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr B. Stoll-Tucker (Halle/Saale)
Der ThSAV – das Gründungskapital des heutigen Landesmuseums für Vor-geschichte.

14.30 Uhr A. Stahl (Halle/Saale)
Zu den Anfängen der institutionellen und ehrenamtlichen Denkmalpflege in der Provinz Sachsen.

15.00 Uhr W. Müller (Halle/Saale)
Die Bibliothek des ThSAV.

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr U. Draeger (Halle/Saale)
Hunderte Werke aus der Sammlung des Provinzialmuseums für das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) – die umfangreichste Erwerbung Max Sauerlandts.

16.30 Uhr U. Höroldt (Berlin)
Der Thüringische-Sächsische Verein und Preußen.

17.00 Uhr Abschlussdiskussion und Perspektiven

Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Ein Mittagsimbiss wird am Veranstaltungsort angeboten.

Anmeldung bis zum 23.11.2018 erbeten an:

Stiftung Schulpforta
Mail: info@stiftung-schulpforta.de
Konzept und Organisation:
Helge Jarecki, John Palatini



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